Impuls Tag 3

Impuls Tag 3

Viele schöne Lieder

 

… haben uns schon auf der Wallfahrt begleitet, erfreut, begeistert und unser Herz berührt. Texte von 2 Liedern sollen zur heutigen Inspiration anregen…

„Wenn wir nun gehen“….:

„Wenn wir nun gehen (würden), gehen wir nicht alleine, denn du bist bei uns, keinem ist bang. Mit neuer Hoffnung gehen wir ins Leben, an deiner Seite ist keine Straße lang. Wenn wir uns lieben und uns vertrauen ist dieses Leben für uns reich und lebenswert. Mit Jesus Christus in unserer Mitte bleibt uns der Glaube an die Zukunft nicht verwehrt“. Wir finden diesen Text auch in diesen eigenartigen, schwierig zu bewältigenden Zeiten passend. Mit Gottvertrauen müsste uns jede Angst genommen werden, wir können auf eine gute Zukunft hoffen und zu lieben und geliebt zu werden hat schon immer gut getan und über manche Schwierigkeiten und Problemen hinweggeholfen, so auch in der jetzigen Corona-Krise.

„Brannte nicht unser Herz, als er mit uns auf dem Wege war?“…

Begleitet von gleichgesinnten, lieben Menschen kommen uns die – oft langen – Wege doch gleich viel kürzer vor. Aber auch die jetzige Zeit wird schöner sein und schneller vergehen, wenn wir uns religiöse Gedanken und Erlebnisse in Erinnerung rufen. Dann wird auch unser Herz berührt werden und die Begeisterung für die Wallfahrt, zu Fuß oder heuer im Kopf, wird wieder neu entflammen.

Für mich (Maria) ist es eine Wall-Fahrt im wahrsten Sinn des Wortes, denn, seit dem ich nicht mehr mitgehen kann,begleite und betreue ich die Pilger mit einem Kleinbus.

Gerne denke ich heute (und vielleicht mit vielen anderen) an nette Begebenheiten, lustige Situationen, gute Worte, dankbare Gesten, an das freundliche Zuwinken und vieles mehr, das wir schon erlebt haben und worauf wir uns noch freuen können…

 

Mit vielen positiven Gedanken sind wir heute mit Euch unterwegs nach Mariazell….

Und die können wir uns auch einander schenken, wenn wir uns heute bei einer, einem oder anderen Wallfahrerfreund*In – vielleicht besonders bei Alleinstehenden – melden, telefonieren, uns gegenseitig ermutigen….

 

Wir blättern im Wallfahrerbuch….., wir vermissen Euch !

Maria und Gerhard Treutner

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Samstag, 2.Mai.2020

Geht mit uns den geplanten Weg in Gedanken und im Gebet
Wir ziehen zur Mutter der Gnaden

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Bericht einer Wallfahrerin:
6.30 Uhr Morgenmesse in der Kirche in Rohr im Gebirge.
Früh aufstehen heißt es auch am 3. Tag der Wallfahrt nach Mariazell, aber es gibt Leute die sagen, es solle ja auch ein wenig weh tun und nicht nur das reine Vergnügen sein. Nach der Messe beginnt um ca. 7:30 eine Impuls-Wanderung zur Kalten Kuchl. Dort stürzen sich die hungrigen Wanderer auf den bereitstehenden, legendären Topfenstrudel in gigantischem Ausmass.

Kalte Küche – St. Aegyd
Im Anschluß beginnt die lange Wanderung nach St. Aegyd am Neuwalde. Die meisten nehmen die Route über den Wurstweg, der Rest nimmt den Straßenhatscher, über den von Motorradfahrern stark frequentierten Ochsattel in Kauf. Der ist zwar nicht so schön zum wandern, aber dafür steht eine Rettungsbrigade von Bussen zur Verfügung, der die Fußmaroden nach St. Aegyd schutteln kann. Der erst ist auf seine Füße und die Kondition angewiesen, denn der Weg nach St. Aegyd ist elendslang und zehrt ganz schön an den Kräften.In St. Aegyd am Neuwald ist dann Mittagessen. Der ganze Ort brummt von den vielen Wallfahrern, die sich auf die Gasthäuser des Ortes verteilen.

14.00 Uhr Andacht in der Kirche
Anschließend ist wieder Sammeln für die Rosenkranz-Wanderung durch die Unrecht Traisen. Noch einmal 10km Straßenhatscher und dann folgt das nächste Highlight mit dem Aufstieg zum Kernhofer-Gschaid. Von Freudentränen bis Leid ist alles dabei, wenn die tapferen Pilger das Gescheit erklommen haben, erwartet sie der schon traditionelle Gipfelschnaps. Versickerten früher, trotz Hans-Verbot, die Wienerfelder, samt Anhang im Gasthaus am Gscheid, hat dieses seit 2 Jahren geschlossen. Viele Legenden gibt es darüber, wie man die „Jungen Wilden“ aus dem Gasthaus treiben könne. Die wahrscheinlichste ist aber, das verjagen mit lautem Geschrei in den wartenden Bus. Als Ersatz wurde aber vom Organisations-Team eine Feuerwasser-Labestelle, direkt am Gscheit, ins Leben gerufen.

Dann beginnt der aufwändige Bus-Transfer zur Sägemühle zur Endabrechnung und dann der Weitertransport nach Annaberg oder Kobichl in die Quartiere. Obwohl die Reihen sich nach dem Abendessen bald lichten, herrscht gute Stimmung. So anstrengend kann der Tag nicht gewesen sein, denn man hört Witze, Lachen und die Wienerfelder sollen auch noch immer singen!

Zum Trost vor dem Schlafen gehen, morgen ist die Etappe kürzer, und hat man es bis hierher geschafft, wird man es auch bis nach Mariazell schaffen.

Fotos: Privat, Verein der Freunde der Wallfahrt von Perchtoldsdorf nach Mariazell, Biggi Kempter, Dona Grafik Design